Fortbildungen für Fachkräfte
Ellen Spangenberg: TRIMB und Traumatherapie
Freitag – Samstag, 28. – 29. Januar 2011
Fortbildungstag – Nr. 26 ES
TRIMB und Traumatherapie
Ingrid Olbricht († 2004), die frühere Chefärztin der Wicker-Klinik, hat uns die TRIMB-Methode hinterlassen, die sie in einem indigenen Kulturkreis entdeckt und für die Traumatherapie weiter entwickelt hat. TRIMB kann auch bei komplex traumatisierten KlientInnen und bereits in der Stabilisierungsphase eingesetzt werden kann.
Trauma
Recapitulation with
Imagination
Motion and
Breath
Die TRIMB-Methode bezieht Imagination, Atmung und Bewegung mit ein, Trigger und Erinnerungen an traumatische Situationen werden hierdurch entschärft. Traumata können mit dieser sanften Methode des Prozessierens bearbeitet werden.
Danach kann angesichts einer deutlichen Entlastung häufig auf eine klassische Trauma-Exposition verzichtet werden.
Sowohl in ambulanten Langzeit- als auch in stationären Kurzzeittherapien sind mit der Methode im Sinne einer Symptomreduktion gute Erfolge erreichbar. Zudem werden sowohl KlientIn als auch TherapeutIn weniger stark durch Traumamaterial belastet.
KlientInnen können die Technik erlernen und im Verlauf zunehmend selbständig einsetzen, was Selbststeuerung und Selbstwirksamkeitserleben sichtlich erhöht.
Dennoch ist sie kein Wundermittel, sondern ein Baustein innerhalb der Traumatherapie und setzt – wie alle anderen Methoden – genaue Diagnostik und traumatherapeutische Kenntnisse voraus.
Seminarzeiten
Freitag, 13.00 – 20.00 h
Samstag, 10.00 – 18.00 h
Seminargebühr
270,- Euro
In der Seminargebühr sind enthalten: Kalte und heiße Getränke, Gebäck und Obst.
Diese Veranstaltung wird voraussichtlich von der Psychotherapeutenkammer/Ärztekammer akkreditiert.
Zielgruppe
Pädagogische und therapeutische Fachkräfte, wie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzte, Fachberaterinnen und Fachberater für Psychotraumatologie, Fachkräfte aus Jugendhilfe und Familienhilfe, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Beraterinnen und Berater aus psychosozialen Einrichtungen, Fachkräfte aus ähnlichen Berufsgruppen.
Referentin
Ellen Spangenberg, Jahrgang 1967, neben dem Medizinstudium langjährige Mitarbeit in Frauennotruf. Über viele Jahre Assistenzärztin in der Wicker-Klinik Bad Wildungen mit dem Schwerpunkt frauenorientierter Traumatherapie.
Mehrjährige Tätigkeit als Oberärztin der Klinik am Homberg, Bad Wildungen, Psychosomatik, Aufbau einer Station mit Schwerpunkt Traumatherapie. Neben der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin. Zahlreiche Weiterbildungen in Psychotraumatologie, u.a. bei Michaela Huber, Luise Reddemann, Lutz Besser, Polina Hilsenbeck, Laurel Parnell (EMDR). Fortbildungen in Systemischer / Prozessorientierter Psychotherapie sowie Systemaufstellungen.
Seit Januar 2008 niedergelassen in eigener psychotherapeutischer Privat-Praxis in Kassel. Neben Psychotherapie im Einzel- und Gruppensetting weiterer Schwerpunkt in Fortbildungen, Seminaren, Supervision, Vorträgen und Lesungen im Bereich Psychotraumatologie.
Buchveröffentlichung: Ellen Spangenberg - Dem Leben wieder trauen.
Traumaheilung nach sexueller Gewalt. Patmos 2008.
Veranstaltungsort
verikom Altona am Wohlerspark
Norderreihe 61
22767 Hamburg
