Weiterbildungen
institut berlin/Lydia Hantke und Team:
Curriculum Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT/BAG Traumapädagogik) – eine berufsbegleitende Weiterbildung
Start des Curriculums 2012/2013: 31. August - 02. September 2012
16 Weiterbildungstage in 6 Blöcken inklusive Supervision und Peer-Gruppen-Arbeit
Weiterbildung - Nr. W 8 | Alle Termine im Überblick
Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung will die individuelle und soziale Stabilisierung ermöglichen: als Voraussetzung für eine angstfreie und sozial integrierte Alltagsbewältigung und Grundlage jeder weiteren Traumaverarbeitung. Sie findet z.B. in Beratungsstellen, Kliniken, Krisendiensten oder Frauenhäusern, in Kinderheimen, Wohngruppen, Schulen oder Familienhilfe statt. Die Weiterbildung vermittelt Skills für einen ressourcenorientierten Umgang in den häufig geschlechts-, alters-, generationen- und kulturübergreifenden Settings bei meist eingeschränkten zeitlichen Kapazitäten.
Besonderheiten
- Abschluszertifikat der DeGPT und BAG Traumapädagogik*
- Ressourcenorientierung durch hypno-systemische Erweiterung
- Peerarbeit und kleine Supervisionsgruppen
- Durchgehender Transfer auf alle Altersgruppen
- Einbezug von Mütter-/Elternarbeit zur Verhinderung der Weitergabe von Traumatisierungen
- Berücksichtigung institutioneller Dynamiken und unterschiedlicher Aufträge und Anforderungen in pädagogischen, beratenden und pflegerischen Settings
- Teilearbeitsmodelle und die Arbeit mit altersentsprechenden Inneren Kindern als zentrales Element der Traumabewältigung
- Frühe und komplexe Traumatisierungen immer im Blick
- Bildschirmarbeit zur Distanzierung und Integration
Die Techniken werden in Diskussion, Power-point/Video, Demonstrationen und szenischem Spiel vorgestellt und miteinander erprobt. Die Übertragung auf den Berufsalltag wird in begleitenden Peergruppen und mit Hilfe von Supervision reflektiert und nachgebessert. Selbsterfahrung stellt so ein wichtiges Mittel zum Erwerb der Anwendungssicherheit dar.
*Das Curriculum Psychotraumatologie in Beratung und Pädagogik wurde von institut berlin seit einigen Jahren nach den (seit 8/2010 überholten) Standards der DeGPT durchgeführt. Seit 8/2010 ist eine neue gemeinsame Richtlinie von DeGPT und BAG Traumapädagogik veröffentlicht, das institut Berlin ist seit 11/2010 hiernach zertifiziert. Das Curriculum heißt nun: Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik. Die Inhalte der Empfehlungen beider Verbände zeigen nun einen sehr viel deutlicheren Einbezug der Pädagogik. Das Curriculum vom institut berlin verändert sich aber nur geringfügig, da Umfang und Inhalte der Weiterbildung auch vorher schon sehr vielumfassender waren als von der DeGPT bislang gefordert. Die Zugangsvoraussetzungen sind nun etwas niedriger angesetzt (siehe unten). Der Abschluss heißt „Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung“, das Zertifikat von DeGPT/BAG Traumapädagogik erhalten Sie vom institut Berlin. Die Kosten hierfür sind in den Weiterbildungskosten enthalten.
Institut berlin ist seit November 2010 als erstes Ausbildungsinstitut für die Durchführung des "Curriculums Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik" zertifiziert. (siehe www.degpt.de)
Die aktuellen Empfehlungen von DeGPT und BAG Traumapädagogik finden Sie hier >
Inhalte der Weiterbildung
Block 1: Einführung und Selbstfürsorge
Dozent: Hans-Joachim Görges
Termin: 31. August - 2. September 2012 | Fr 11 - 19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, So 10 - 16 Uhr
- Grundlagen der Trauma- und Dissoziationstheorie
- DissoziationstheorieNeurosequentielle Entwicklung des Gehirns - Folgen von Vernachlässigung und früher Traumatisierung
- Grundlegende Unterschiede in der Verarbeitung bei Kindern und Erwachsenen
- Mono/Komplextraumatisierung/Entwicklungstraumata
- Beratung/Therapie/PädagogikSymptome und Diagnosen in unterschiedlichen Altersstufen
- Beratung/Therapie/Pädagogik – Unterschiede und Verbindungen
- Normalisierungsintervention in Pädagogik und Beratung
- Umgang mit den Anliegen der Betreuten und Klientinnen
- Burnoutprophylaxe
- Indirekte/Sekundäre Traumatisierung und Selbstfürsorge
- Ressourcenzustand in der Arbeit
Block 2: Reorientierung und Stabilisierung
Inneres Kind und Teilearbeit
Dozentin: Lydia Hantke
Termin: 26.-28. Oktober 2012 | Fr 11 - 19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, So 10 - 16 Uhr
Für alle Altersgruppen:
- Ressourcen mobilisieren und stabilisieren
- Dissoziationsstopps und Reorientierung: "Wieder auf den Boden kommen"
- Imaginationsübungen – Phantasie nutzbar machen!
- Lösungsorientierte Fragen: Was habe ich schon geschafft?
- Externalisierungen: Mit Symptomen kann man reden!
- Teilearbeitsmodelle: Wer weiß schon, was er will?
- Innere Landschaften: Wie sieht das bei mir aus?
- Im pädagogischen Setting: Wie sorgen wir für sichere Orte?
Für Jugendliche und Erwachsene:
- Inneres Kind - sicherer Ort für innere Kinder
- Externalisierung der inneren Kinder
- Die inneren Kinder im Hier und Jetzt versorgen
Block 3: Bildschirmarbeit (und andere Expositionsmethoden im Überblick)
Dozentin: Britta Woltereck
Termin: 30. November - 1. Dezember 2012 | Fr 11 - 19 Uhr, Sa 10 - 17 Uhr
Bildschirmarbeit zur Kontrolle von Traumainhalten in Pädagogik und Beratung
- als Externalisierung
- als Tresor
- als Flashbackkontrolle
- als Betrachtungsmöglichkeit
Block 4: "Mütter" und Kinder – Ressourcen finden und
die Weitergabe von Traumatisierung verhindern
Dozentin: Martina Furlan
Termin: 11.-12. Januar 2013 | Fr 11 - 19 Uhr, Sa 10 - 17 Uhr
- Entwicklungsspezifische Förderung der Integrationsfähigkeit
- Bindungstheorie ganz praktisch
- Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierung
- Intuitive "elterliche" Kommunikation
- ressourcenorientiertes Arbeiten mit den Bezugspersonen
- Einsatz von Videos zur Stärkung der Beziehungsressourcen in jedem Alter
Block 5: Trauma und System
Interkulturelles Arbeiten mit unterschiedlichen Bedeutungen
Team- und institutionelle Dynamiken
Dozent: Hans-Joachim Görges
Termin: 22.-24. Februar 2013 | Fr 11 - 19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, So 10 - 16 Uhr
- Traumadynamiken in Familie, Institution, Helfersystem
- anhaltende Traumatisierung (z.B. durch Täterkontakt, begleiteten Umgang, drohende Abschiebung)
- Kollektive Traumatisierung
- Loyalität und Zugehörigkeit
- Ressourcengenogramm
- Welche Kontexte prägen uns?
- Interkulturelle Diagnostik und Interventionsplanung mit dem Problem/Lösungs Portrait (MacLachlan)
- Dramadreieck-Traumadreieck
- Team-Arbeitsdynamiken
Block 6: Behandlungsplanung / Hilfeplanung
Rituale und Abschluss
Dozentin: Lydia Hantke
Termin: 12.-14. April 2013 | Fr 11 - 19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, So 10 - 16 Uhr
- Behandlungsplanung/Hilfeplanung in Beratung und Pädagogik
- Die wesentlichen Elemente der Weiterbildung werden unter dem leitenden Aspekt der Behandlungs-/Hilfeplanung wiederholt, vertieft und eingeordnet.
- Rituale in der Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
- Abschließende Integration der Weiterbildungsinhalte in die alltägliche Beratungs- bzw. pädagogische Arbeit
- Schwerpunkt Supervision und Peergruppenarbeit
Supervision mit rollen- und aufgabenspezifischer Selbstreflexion
- Für das Zertifikat "Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik" benötigen Sie 24 Unterrichtseinheiten (45 Min.) Supervision eigener Fälle in Gruppen mit maximal 9 Personen.
- Für die abschließende Zertifizierung sind drei Fallvorstellungen der Supervisandin erforderlich. Konkret sind zu erbringen: Zwei mündliche Falldarstellungen zuzüglich schriftlicher Zusammenfassung (nach vorgegebenem Schema), davon mindestens ein Fall mit Video- oder Tonbandaufnahme sowie eine schriftliche Falldarstellung (nach vorgegebenem Schema).
- Selbstverständlich können Sie die Supervision unabhängig von der Zertifizierung für sich und die Umsetzung des Gelernten in Ihren Arbeitsalltag nutzen.
Peer-Gruppen-Arbeit/Intervision
- Parallel zur Supervision der einen Gruppe trifft sich die zweite Gruppe als Peer-Gruppe mit max. 9 TeilnehmerInnen.
- Die Peer-Gruppen-Arbeit setzt sich zusammen aus der inhaltlichen Nachbereitung der Seminarblöcke, Reflexion und Austausch zur Verbesserung der Übertragung in den Arbeitsalltag, Übungen und Diskussion erarbeiteter Literatur.
Für die Zertifizierung nach den neuen Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik sind die folgenden Aufnahmebedingungen zu erfüllen:
- Hochschul- und FachhochschulabsolventInnen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Abschlüssen, z. B. Dipl.-PsychologInnen und ÄrztInnen ohne psychotherapeutische Approbation, Dipl.-PädagogInnen, Dipl.-SozialarbeiterInnen und Dipl.-SozialpädagogInnen, Dipl.-HeilpädagogInnen, BeratungslehrerInnen, Dipl.-TheologInnen, Dipl.-SoziologInnen, oder analoge Abschlüsse (BA, MA), oder abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschulen) sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe (insbesondere ErzieherInnen, Pflegefachkräfte, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen).
- Gefordert ist des weiteren eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld für alle Berufsgruppen.
- Sie können nach Rücksprache mit dem institut Berlin auch dann am Curriculum teilnehmen, wenn Sie diese Bedingungen nicht oder nur teilweise erfüllen. Dann erhalten Sie ein Zertifikat vom institut berlin, das Art, Umfang und Inhalt der Weiterbildung ausweist.
Curriculum 2012/2013 - Alle Termine im Überblick
31. August - 2. September 2012
26.-28. Oktober 2012
30. November - 1. Dezember 2012
11.-12. Januar 2013
22.-24. Februar 2013
12.-14. April 2013
Kosten
16 Ausbildungstage kosten 1.850,- Euro
Ratenzahlung nach Absprache möglich.
Bitte überweisen Sie die Gebühr auf folgendes Konto:
Jessika Distelmeyer – fortschritte HH
Postbank Hamburg
BLZ: 200 100 20
Kto.-Nr. 13 161 207
Bildungsurlaub/Bildungsschecks
Bildungsurlaub ist beantragt.
Bildungsschecks können eingereicht werden.
Anmeldung
Anmeldeformular [PDF Download]
Teilnahmebedingungen [PDF Download]
Ausschreibung [PDF Download]
Veranstaltungsort
pro familia Landesverband Hamburg e.V.
Seewartenstraße 10 - Haus 1
20459 Hamburg
www.profamilia-hamburg.de | www.profamilia.de
Fachliche Leitung und Konzeption
Dipl. Psych. Lydia Hantke

geb. 1960, Diplom-Psychologin (FU Berlin), European Certificate of Psychotherapy (ECP), Supervision (SG), Systemische Therapie (SG), Hypnotherapie/Klinische Hypnose (M.E.G.), Traumatherapie (u.a. ZPTN, IT Berlin), EMDR (EMDRIA), Notfallpsychologie (BdP), Master of Arts in Biographical and Creative Writing.
Lydia Hantke leitet das institut berlin und ist Dozentin am Institut für Traumatherapie Oliver Schubbe, Berlin, der Alice-Salomon-Hochschule, am systemischen Institut an der Ruhr. Frau Hantke arbeitet als Therapeutin, Supervisorin, Coacherin.
Konzeption und Leitung der Weiterbildung: "Strukturierte Traumaintegration" (stib)
Weitere DozentInnen/SupervisorInnen
Hans-Joachim Görges

geb. 1961, Diplom-Psychologe, Systemische Therapie (SG), Hypnotherapie/Klinische Hypnose (M.E.G.), Pantomime (Die Etage), Bewegungstherapie (Alive Movement), Traumatherapie (IT, ZPTN), EMDR (IT), Supervision/Coaching (isiberlin), Supervision (SG), Lehrtherapeut SG.
Hans-Joachim Görges arbeitet als Therapeut, Supervisor, Coach und Ausbilder im institut berlin.
Britta Woltereck

geb. 1960, Pädagogin M.A., Dipl. Supervisorin (DGSv), Psychotherapie (HPG), Fortbildung in Gestalttherapie, Psychodrama, Traumatherapie (EMDR), EMDR-Facilitator, EMDR-Supervisorin.
1992-2000 Mitarbeiterin bei "FrauenTraum e.V." in Berlin, seit 2001 Gemeinschaftspraxis bzw. eigene Praxis in Berlin, seit 2000 Praxisanleiterin bzw. Seminarleiterin im Institut für Traumtherapie in Berlin
Martina Furlan

geb. 1957, Diplom-Pädagogin, Systemische Therapie, Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie (SG), Eltern-Säuglings-Therapie
Martina Furlan leitet den Kinderschutzbund Dortmund (www.kinderschutzbund-dortmund.de).
Ausbilderin für systemische Therapie und Beratung und Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie am Institut an der Ruhr Bochum
Ansprechperson für inhaltliche Fragen
institut berlin
Hertastr.1
12051 Berlin
fon 030/62981638
e-mail info@institut-berlin.de
www.institut-berlin.de
Telefonische Sprechzeit: Dienstags 12.00-13.00 h
Ansprechpersonen für organisatorische Fragen
fortschritte Hamburg
Fortbildungen · Seminare · Beratung
Lerchenstr. 28a
22767 Hamburg
fon 040/87 50 44 69
e-mail info@fortschritte-hamburg.de
www.fortschritte-hamburg.de
Telefonische Sprechzeiten: Montags und mittwochs 10.00-12.00 h
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