Heike Gattnar: Scham, Schuld und die Rolle der Gefühle im Kontext von Transgenerationalem Trauma
- Beginn:
- 25. Juni 2027
- Ende:
- 27. Juni 2027
- Datum:
- 25. Juni 2027 - 27. Juni 2027
- Uhrzeit:
- 25. Juni 2027, 14:00 - 27. Juni 2027, 14:00
- Anmeldeschluss:
- 24. Juni 2027
- Kurs-Nr.:
- 296 HG
- Preis:
- 490,00 EUR
- Ort:
- pro familia Landesverband Hamburg e.V., Seewartenstraße 10 - Haus 1, 20459 Hamburg
- Bemerkungen:
- Präsenzseminar
- Diesen Kurs buchen
- Referent:in:
- Heike Gattnar
| Datum | Beginn | Ende | Dauer | Raum |
|---|---|---|---|---|
| 25.06.2027 | 14:00 | 19:00 | ||
| 26.06.2027 | 10:00 | 17:30 | ||
| 27.06.2027 | 10:00 | 14:00 |
Beschreibung
In den vergangenen Jahren haben die Neurowissenschaften aufgezeigt, was extremer Stress und frühe Traumatisierung im Autonomen Nervensystem und im gesamten menschlichen Organismus verursachen. Darüber hinaus ist auch das Verständnis und das Wissen über die transgenerationale Weitergabe von Traumatisierung durch psychologische und epigenetische Forschungen gewachsen. Immer mehr wird erkannt, dass nicht nur diejenigen Menschen unter posttraumatischer Belastungsstörung leiden, die schwere, lebensbedrohliche Schrecken erfahren haben, sondern auch Personen, die mit ihnen zusammenleben. Kinder und Enkel tragen oft auf vielfältige Weise die Traumatisierung ihrer Eltern und Großeltern weiter. Etwas, das bei Nachfahren von Holocaust-Opfern und Menschen, die Krieg, Vertreibung, Völkermord und Folter erlebt haben, seit längerem beobachtet wurde.
Häufig werden diese ‚ererbten’ Traumatisierungen im therapeutischen Prozess nicht leicht als solche erkannt – weil der Fokus der Therapeut:innen nicht dort ist.
In diesem zweiten Seminar zu „Transgenerationaler Traumatisierung“ möchte ich die Arbeit vertiefen und weitere Herangehensweisen zur Auflösung und Integration von tradierten Traumatisierungen aufzeigen. Besonders werden wir uns das Nachwirken von Erfahrungen der Vorfahren ansehen, die ganz unterschwellig, oft unerkannt, in das Leben der Nachfahren hineinwirken. Es geht dabei um Themen von Verrat, Verachtung, Entwürdigung, von Wut und Trauer, von Scham, Schuld und Überlebensschuld. Nicht selten wiederholen sich diese Themen der Vorfahren im Leben der Nachfahren. Oft scheint ein Nachfahre durch die Übernahme einer Symptomatik, durch ähnliche Erlebnisse, durch Krankheiten oder sogar durch Suizid zu versuchen, Themen der Ahnen aus Loyalität zu vervollständigen. Wir wollen lernen, diese Dynamiken und Themen zu erkennen und Wege der Auflösung dafür zu finden, damit aus den Lasten der Ahnen Möglichkeiten im Hier und Jetzt werden. Dazu werde ich viele Demonstrationen und Übungen anbieten und ich viele Hinweise geben.
Seminarzeiten
Freitag, 25.6.2027 - 14.00 - 19.00 Uhr
Samstag, 26.6.2027 – 10.00 - 17.30 Uhr
Sonntag, 27.6.2027 - 10.00 - 14.00 Uhr
Seminargebühr
490,- Euro; inkl. Getränken und Snacks
Zielgruppe
Approbierte Psychotherapeut:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie, Körpertherapeut:innen, Coaches/Berater:innen; Fachkräfte aus anderen therapeutischen, beraterischen und pädagaogischen Bereichen
Veranstaltungsort
pro familia Landesverband Hamburg e.V.
Seewartenstraße 10 - Haus 1
20459 Hamburg